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Historie Fördermaschinenhaus

Das Fördermaschinenhaus von 1906 ist eine Backsteinhalle mit Satteldach. Sie besitzt zurückliegende Wandflächen aus Hochofenschlackesteinen und gliedernden Architekturteilen aus roten Ziegelsteinen. Sie ist ein Baudenkmal der Stadt Alsdorf. Der Denkmalwert des Gebäudes wurde nicht durch den Abriss des Eduardschachtes und der Schachthalle beeinträchtigt.

Die von Stahlfachwerkbindern überspannte Halle wird im Inneren in drei Räume unterteilt: eine Längswand trennt westliche und östliche Förderung und eine weitere Querwand teilt im rückwärtigen Bereich den Umformerraum ab. Das Fördermaschinenhaus dient nach seiner Sanierung seit 2008 als multifunktionale Versammlungsstätte. Mit seinen drei Sälen bewährt es sich immer wieder als außergewöhnliche Location mit industriellem Charme.

 

 

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Westliche Förderung

Der Eduardschacht war bis 1905 mit einem Durchmesser von 6 Metern für eine Doppelförderanlage und einer Förderleistung von 3000 t/Tag zur 253-m-Sohle niedergebracht worden. Bis 1907 wurden die übertägigen Anlagen erstellt. Die westliche Förderanlage erhielt eine elektrische Trommelfördermaschine mit „wanderdem Seil“.

Da die Schachtanlage Anna2 die Hauptschachtanlage werden sollte, wurde diese Fördermaschine 1950 durch eine stärkere 3000-kW- Gleichstromfördermaschine ersetzt. Sie sollte die Kohle von der 460 Meter Sohle bzw. 610 Meter Sohle nach über Tage schaffen.

Infolge Planungsänderung wurde diese jedoch 1953 wieder demontiert und im Turm über dem Franzschacht als zweite Maschine eingesetzt. An ihre Stelle trat nun eine 710-kW-Drehstromfördermaschine der Firma GHH. Diese Fördermaschine blieb erhalten und kann besichtigt werden.

 

 

Östliche Förderung

1911 wurde die östliche Förderung im Eduardschacht als zweite Förderung in Betrieb genommen. Hierfür war eine baugleiche Maschine zur ersten, 1907 in der westlichen Förderung eingebauten Fördermaschine, gewählt worden. Die Maschinen waren Fabrikate der Firmen Felten&Guilleaum, Lameyerwerke. Diese ist heute nur noch im östlichen Saal zu besichtigen. Hier war eine elektrische Trommelfördermaschine mit „wanderdem Seil“ auf einer gerillten Hartholztrommel zu bestaunen. Um den Reibungsschluss des Seiles mit der Trommel zu gewährleisten, war dieses 4 ½ mal auf die 4,5 m Durchmesser große Trommel aufgewickelt. Beim Betrieb der Maschine wanderte das Seil über die Trommel von einer zur anderen Seite. Die Breite der Trommel erlaubte dabei ein Treiben der Förderkörbe im Schacht bis zu einer geplanten Teufe von 460 m. Der Antrieb der Trommel erfolgte durch zwei seitlich angeflanschte Gleichstrommotoren mit je 356 kW Leistung. Im Schacht waren dreietagige Förderkörbe eingesetzt, die je zwei Förderwagen auf jeder Etage aufnehmen konnten.

Um größere Teufen erreichen zu können, erfolgte später der Umbau des Trommelsystems auf das „Koepe-System“. Das Förderseil konnte nun mittig geführt werden, und auf Grund besseren Reibungsschlusses durch Kunststoffunterfütterung in der Nut waren größere Fördergeschwindigkeiten möglich. Zudem wurde mit diesem System das Förderseil geschont. Die Umbauarbeiten erforderten aus statischen Gründen eine Innenstabilisierung der Trommel. Diese Maschine leistete ihren Dienst bis zur Teilverfüllung des Schachtes 1994, sie blieb erhalten.

 

Im gleichen Raum befindet sich die Dauerausstellung "schwarzes Gold" und "Bergmusik".

 

 

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Umformer

Umformerraum

Die elektrische Energie (Drehstrom) für die gesamte Grube Anna lieferte die Kraftzentrale. Für den Betrieb von Gleichstrommaschinen musste der Drehstrom in Gleichstrom umgewandelt werden. Dies geschah mit einem Umformer der Firma Felten & Guilleaum von 1911 im südlichen Teil des Fördermaschinenhauses. Um häufig auftretende Spannungsschwankungen und mögliche Stromausfälle auszugleichen, wurde ein Schwungrad als Energiespeicher, eine sogenannte Ilgnerscheibe mit 20 t Gewicht, auf der Antriebswelle von Drehstrommotor und  Gleichstromgenerator installiert. Die in der Scheibe gespeicherte kinetische Energie konnte bei Spannungsausfall den Gleichstromgenerator noch solange antreiben, dass genügend Gleichstrom erzeugt wurde, um Förderkörbe, besonders bei Seilfahrten, noch bis zutage bzw. zur unteren Sohle zu fahren.

In dem Saal gibt es ebenso einen Leonard-Umformer von 1950 zu sehen. Dieser hatte eine viermal höhere Leistung als der Umformer von 1911, dies war nötig, da die neue Fördermaschine 3000 kW hatte.

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