Grubenwasserenergie für das ENERGETICON (GrEEN)

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Mit GrEEN vom alten Förderschacht zur modernen Energiequelle


Mitten im Gelände des ENERGETICON befindet sich der etwa 900 Meter tiefe Eduardschacht. Seit Stilllegung des Steinkohlenbergbaus im Aachener Revier vor etwa 25 Jahren füllen sich die untertägigen Hohlräume, das so genannte Grubengebäude, mit Gruben- und Grundwasser. Auch die Wassersäule im ehemaligen Eduardschacht steigt täglich um etwa zwei Zentimeter. 

Die geothermische Umgebungswärme dieser Wassersäule erzeugt eine mittlere Wassertemperatur von etwa 26 Grad Celsius; genug um über eine Wärmepumpe damit teilweise die Raumheizung des ENERGETICON zu betreiben, so die Erwartung von Spezialisten. Diese Erdwärme ist eine erneuerbare Energiequelle (Geothermie), also genau das Richtige für die Raumwärmeversorgung der drei Gebäude des ENERGETICON, das Wege der Energiewende hin zu einer regenerativen Energieversorgung aufzeigt.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel überreichte den Bewilligungsbescheid. Sein Ministerium attestiert dem Pilotvorhaben ein „besonderes Landesinteresse“. Ebenfalls der ETN-Projektträger beim Forschungszentrum Jülich und die zuständige Bezirksregierung Arnsberg unterstützten die Förderung von GrEEN.

RWE-Innogy“ erbringt einen großen Teil der Kofinanzierung. Das GrEEN-Projekt ist von der Gesellschafterversammlung der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) als Modellprojekt in den Katalog der Maßnahmen zur Zukunftsgestaltung des Reviers aufgenommen worden. Dort rangiert es im „Zukunftsfeld Energie – Energie intelligent einsetzen. Ebenfalls ist GrEEN qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW. Diese landesweite Leistungsschau soll 2022 anhand von 1.000 Projekten Klimaschutz als Fortschrittsmotor präsentieren. GrEEN ist als Projekt 124 Bestandteil dieser landesweiten Leistungsschau für eine klimafreundliche Zukunft.

Die Protegohaube vor der Kaue

Eduard-Schacht-Detail