Montag 25 Sep 2017
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Die Geschichte von Sonne & Erde

Die Sonne: Unser energetisches Zentralgestirn.

Die Geschichte von Sonne und Erde

Solare Energieschatzkammer in der Schmiede 

Die Geschichte des fossil-industriellen Zeitalters

Als das ENERGETICON noch ein Bergwerk war: das ehemalige Steinkohlenbergwerk Anna II

Energiewende

Solarkraftwerk vor dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler

Die Geschichte des regenerativ-industriellen Zeitalters

Solarturm-Kraftwerk der DLR in Jülich. Foto: DLR

Die Geschichte des regenerativ-industriellen Zeitalters

Regenerative Energien im OG-Kaue © Foto: T. Mayer

Führungen im ENERGETICON

Führung einer Seniorengruppe im Untertagebereich

Führungen im ENERGETICON

Eine Gruppe übertage

Tagungsort ENERGETICON

Kongress des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik ILT, Aachen

Diskussionsforum ENERGETICON

Wirtschaft und Wissenschaft: Energiedialog

Klassik im ENERGETICON

Mai Klassik Festival: Trio Testore

Jazz im ENERGETICON

 Samuel Schürmann und "Swing it" 

Rock im ENERGETICON

Städteregionales Kulturfestival: SignalX-Performance

Theater im ENERGETICON

GRETA - das junge Grenzlandtheater Aachen

Kunst im ENERGETICON

Fotoausstellung "Energiereich - Bergbau"

Die Gebäude des ENERGETICON

Fördermaschinenhaus, Schmiede und Kaue © Foto: T. Mayer

Bistro Eduard

Die kulinarische Adresse im Schmiedegebäude des ENERGETICON.

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Grubenwasserenergie für das ENERGETICON (GrEEN)

Mit GrEEN vom alten Förderschacht zur modernen Energiequelle


Mitten im Gelände des ENERGETICON befindet sich der etwa 900 Meter tiefe Eduardschacht. Seit Stilllegung des Steinkohlenbergbaus im Aachener Revier vor etwa 25 Jahren füllen sich die untertägigen Hohlräume, das so genannte Grubengebäude, mit Gruben- und Grundwasser. Auch die Wassersäule im ehemaligen Eduardschacht steigt täglich um etwa zwei Zentimeter. 

 

Die geothermische Umgebungswärme dieser Wassersäule erzeugt eine mittlere Wassertemperatur von etwa 26 Grad Celsius; genug um über eine Wärmepumpe damit teilweise die Raumheizung des ENERGETICON zu betreiben, so die Erwartung von Spezialisten. Diese Erdwärme ist eine erneuerbare Energiequelle (Geothermie), also genau das Richtige für die Raumwärmeversorgung der drei Gebäude des ENERGETICON, das Wege der Energiewende hin zu einer regenerativen Energieversorgung aufzeigt.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel überreichte am 15.02.2013 den Bewilligungsbescheid. Sein Ministerium attestiert dem Pilotvorhaben ein „besonderes Landesinteresse“. Ebenfalls der ETN-Projektträger beim Forschungszentrum Jülich und die zuständige Bezirksregierung Arnsberg unterstützten die Förderung von GrEEN.

RWE-Innogy“ erbringt einen großen Teil der Kofinanzierung.

Am 03. August 2016 besuchte Staatssekretär Peter Knitsch vom NW Umweltministerium das ENERGETICON aus Anlass des Baubeginns.

Die Protegohaube vor der Kaue

Eduard-Schacht-Detail

 

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Eduards wechselvolle Energiegeschichte

 Die Geschichte des Eduardschachtes als verschiedenartige Energiequelle ist sehr bewegt:

  • Abgeteuft wurde er seit 1904. Eduard diente Jahrzehnte der Grube Anna II als Förderschacht des fossilen Energieträgers Steinkohle. Namensgeber war der Vorstandsvorsitzende der EBV AG von 1898 – 1909 Eduard von Oppenheim.
  • Im Oktober 1930 war er Ort eines grässlichen Bergbauunfalls mit über 270 Toten.
  • Nur sieben Monate später, nach raschem Wiederaufbau, lief die Förderung wieder an.
  • Nach Zusammenlegung der beiden Gruben Anna I und II diente der Eduardschacht seit 1957 nicht mehr als Förderschacht. Haupt- und Franzschacht auf Anna I  übernahmen seine Förderleistung.
  • Eduards Methangasabsaugung (CH 4-Anlage) lieferte seit Ende der 1960er Jahre Gasenergie für die Befeuerung der Kokerei Anna. 
  • Bis zur Stilllegung des Reviers im Jahre 1992 diente er nur noch dem Materialtransport und der Personenseilfahrt sowie weiterhin als Schacht für Bewetterung und Wasserhaltung.
  • Im Februar 1994 erfolgte der Abriss seines Fördergerüstes mit anschließender Verfüllung bis zur 153m Sohle im März. Die Gasabsaugungsanlage und die Wasserhaltungseinrichtungen von Eduard waren bis zum Ende seiner Verfüllung aktiv.
  • Der Schacht erhielt anschließend eine so genannte Protegohaube, die das Gas-/ Luftgemisch bei ansteigendem Grubenwasser kontrolliert austreten lässt. Eine Zaunanlage umgrenzt den zugehörigen Sicherheitsbereich.
  • Beginnend 2002 wurde für etwa drei Jahre dieses Gas-/ Luftgemisch des Eduardschachtes energetisch zur Verstromung und Raumwärmerzeugung in einem mobilen Grubengas-Blockheizkraftwerk genutzt. Eduard war wieder fossil getragene Energiequelle.
  • In einigen Jahren wird der normale Grundwasserstand erreicht sein.
  • 2016 begannen die vorbereitenden Ingenieurarbeiten am geothermischen Pilotprojekt GrEEN. Der Eduardschacht wird erneut zur Energiequelle, dieses Mal allerdings regenerativ.

 (Quelle: Heinz Knisch, Erinnerungen an Anna, Alsdorf 1997)

Anna 2 damals

Prinzipskizze

Prinzipskizze des GREEN-Projektes gemäß Förderantrag

Bitte klicken Sie auf das Bild um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.


Interview

Interview zu GrEEN mit Dipl.-Ing. Harald Richter und Dr. Peter Rosner.
(Quelle: Deutschlandfunk, 11.01.2013)

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